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„Brot für die Welt“: Konvention zum Schutz der indigenen Völker muss umgehend ratifiziert werden

„Brot für die Welt“ appelliert an Bundesregierung und Bundestag, die Konvention zum Schutz der indigenen Völker umgehend zu ratifizieren. „Diese Konvention ist das weltweit einzige völkerrechtliche Instrument, das die Rechte von Ureinwohnern schützt“, sagte Andreas Selmeci vom Referat Menschenrechte zum Internationalen Tag der indigenen Völker am 9. August.

Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) garantiert das Recht indigener und in Stämmen lebender Völker auf ihr Land, natürliche Ressourcen, interkulturelle Bildung und Selbstbestimmung. Sie trat bereits 1991 in Kraft und ist seitdem erst von 17 Staaten angenommen worden. In Europa haben nur Norwegen, die Niederlande und Dänemark die Konvention unterzeichnet, obwohl die Europäische Kommission die Ratifizierung empfiehlt.


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Klimabündnis: Bundesregierung soll Rechte der Ureinwohner garantieren helfen

Aus Anlass des "Internationalen Tages der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt" am 9. August fordert das Klima-Bündnis die Bundesregierung auf, endlich die ILO-Konvention Nr. 169 zu ratifizieren. Die "Übereinkunft Nr. 169 über indigene und in Stämmen lebende Völker" der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ist das stärkste internationale Rechtsinstrument, das den Schutz und die Förderung der Rechte indigener Völker garantiert. Hierzu gehören die volle Gewährleistung der Menschenrechte, die Gleichberechtigung gegenüber dem Staat, das Recht auf Land und Ressourcen sowie das Recht auf die eigene kulturelle Identität. In insgesamt 44 Artikel verpflichten sich bis heute 17 Unterzeichnerstaaten, indigenen Völkern Rechtsgarantien zu gewähren und eine Entwicklung zu ermöglichen, die ihrem Anspruch auf Selbstbestimmung entgegenkommt.

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Tagung: Rechte der indigenen Völker stärken

Evangelische Akademie Iserlohn, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe)
in Kooperation mit dem Koordinationskreis ILO 169,
vom 10. bis 12. September 2004 im Haus Ortlohn

Weltweit leiden indigene Völker unter Verfolgung und Diskriminierung, Landraub und Vertreibung. Vor allem die Expansion Rohstoff verbrauchender Industrien in indigenen Territorien nimmt immer stärker zu.

Völkerrechtliche Normen und Schutzmechanismen zur Wahrung der Rechte und Identität indigener Völker hingegen entwickeln sich nur langsam. Bis heute ist die ILO-Konvention 169 das einzige internationale Abkommen, das solche Rechte festschreibt.

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Deutschland gehört nicht zu den 17 Unterzeichnerstaaten. In Europa sind dies bisher lediglich Norwegen, die Niederlande und Dänemark, obwohl die Europäische Kommission ihren Mitgliedstaaten die Ratifizierung empfiehlt.

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