Indigene Völker & Rechte
Rechte indigener Völker weltweit
Indigene Völker gehören zu den ältesten Kulturen der Welt – und zu den am stärksten bedrohten. Sie kämpfen weltweit für den Schutz ihrer Lebensweise, ihrer Territorien und ihrer Rechte.
Internationale Abkommen wie die UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker (UNDRIP), das Escazú-Abkommen und das ILO-Übereinkommen Nr. 169 (ILO169) setzen wichtige Standards.
ILO169 ist dabei das einzige rechtlich verbindliche Abkommen speziell für indigene Rechte.
Indigene Völker
Zahlen & Fakten
350–440 Millionen
Menschen gehören rund 6.000 indigenen Völkern an.
4–5 %
der Weltbevölkerung sind indigen.
80%
der globalen Biodiversität befindet sich in indigenen Gebieten.
Wo leben Indigene Völker
Was sind indigene Völker?
Indigene Völker sind Gemeinschaften, die seit Jahrhunderten in einem bestimmten Gebiet leben und ihre eigene Sprache, Kultur, Lebensweise und soziale Ordnung bewahren.
ILO169 erkennt an, dass sich indigene Völker selbst als solche identifizieren – das ist ein zentrales Kriterium.
Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung, den Schutz ihrer Lebensräume und Ressourcen sowie auf Mitbestimmung bei Entscheidungen, die sie betreffen.
Wer ist Indigen?
Indigen ist, wer sich als Nachfahre von Völkern versteht, die seit langer Zeit in einem Gebiet leben – vor allem vor Kolonialisierung oder Staatsgründung – und eigene kulturelle, sprachliche und soziale Strukturen erhalten hat.
Ein zentrales Prinzip der ILO169 ist: Indigene Völker definieren sich selbst.
Indigene Völker gibt es weltweit – etwa in Lateinamerika, Asien, Afrika, Skandinavien oder Australien. Sie sind besonders vom Verlust ihrer Lebensräume, Ressourcen und Rechte bedroht.
Gibt es indigene Völker in Deutschland?
Deutschland erkennt bislang keine indigenen Völker im eigenen Staatsgebiet an.
Auf europäischer Ebene gelten z. B. die Sámi in Skandinavien als indigenes Volk – sie sind in Norwegen, Schweden, Finnland und Russland beheimatet.
Der Arbeitskreis ILO169 setzt sich für die Anerkennung, Achtung und Unterstützung indigener Völker weltweit ein – auch durch politisches Engagement in Deutschland.
Grundlagenpapier ILO169
Was ist ILO169?
Die ILO-Konvention Nr. 169 ist das wichtigste völkerrechtlich verbindliche Abkommen zum Schutz der Rechte indigener Völker. Verabschiedet wurde sie 1989 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie ersetzt die veraltete ILO-Konvention 107 aus dem Jahr 1957 und steht für einen Paradigmenwechsel: weg von Integration und Anpassung, hin zur Anerkennung, Teilhabe und Selbstbestimmung indigener Gemeinschaften.
Der Arbeitskreis ILO169 setzt sich für die Anerkennung, Achtung und Unterstützung indigener Völker weltweit ein – auch durch politisches Engagement in Deutschland.
Zentrale Inhalte der Konvention
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Selbstbestimmung
Indigene Völker dürfen über ihre politische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung selbst entscheiden.
Positive Beispiele der Anwendung indigener Rechte
Internationale Umsetzung von ILO169
In Ländern wie Bolivien, Chile oder Costa Rica ist ILO169 bereits ratifiziert und wird genutzt, um indigene Gemeinschaften in Landrechte, Bildung und politische Mitbestimmung einzubeziehen.
Der Arbeitskreis ILO169 setzt sich für die Anerkennung, Achtung und Unterstützung indigener Völker weltweit ein – auch durch politisches Engagement in Deutschland.
Deutsche Unterstützung indigener Projekte
Deutsche Entwicklungsorganisationen, NGOs und Forschungsinstitute arbeiten häufig mit indigenen Partner*innen zusammen, um deren Rechte zu stärken – etwa in Lateinamerika oder Afrika.

